Seit dem Jahr 2001 gilt der damals junge Thomas Borchert aus Köln als spurlos verschwunden. Obwohl sein sehnlichster Lebenswunsch eine Ausbildung im sozialen Bereich war, endete sein Lebensweg abrupt in der rheinischen Metropole. Da bis heute jegliches Lebenszeichen fehlt, wird sein Schicksal bei der Kriminalpolizei als ungeklärter Langzeit-Vermisstenfall geführt. Der Fall im Überblick
- Der Hintergrund: Thomas Borchert stammte ursprünglich aus Sachsen-Anhalt. Da er in seiner ostdeutschen Heimat trotz intensiver Bemühungen keine passende Lehrstelle fand, zog er der Arbeit wegen nach Nordrhein-Westfalen und ließ sich in Köln nieder.
- Das Verschwinden: Im Jahr 2001 brach der Kontakt zu seiner Familie, zu Bekannten und seinem neuen Umfeld von einem Tag auf den anderen komplett ab. Weder an seiner Wohnadresse noch an seiner Arbeitsstätte tauchte er wieder auf.
- Die Ermittlungen: Die Kriminalpolizei Köln leitete nach der Vermisstenmeldung umfassende Überprüfungen ein. Es wurden sowohl Kontobewegungen als auch Krankenkassendaten und das persönliche Umfeld im Raum Köln sowie in Sachsen-Anhalt durchleuchtet – alle Ermittlungsansätze verliefen jedoch ergebnislos im Sande.
Da es bis heute weder Hinweise auf einen Unfall noch auf ein freiwilliges, dauerhaftes Untertauchen im Ausland gibt, kann ein Gewaltverbrechen von den Behörden nicht ausgeschlossen werden. Die Ungewissheit über das Schicksal zehrt bis heute täglich an den Angehörigen. Die Akte wird im Kölner Kommissariat für ungeklärte Altfälle (Cold Cases) weiter verwaltet.
Hinweise und Kontakt
Sachdienliche Hinweise zu Kontakten von Thomas Borchert im Jahr 2001 im Raum Köln oder zu seinem späteren Verbleib nimmt das Polizeipräsidium Köln unter der zentralen Rufnummer 0221/229-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Weiterführende Berichte zum Fall:
Hintergrundberichte über das Schicksal von Langzeitvermissten in Nordrhein-Westfalen und den Fall Borchert können im Pressearchiv der Kölnischen Rundschau nachgelesen werden.