Der Fall im Überblick
- Der Aufenthalt in Deutschland: Louise Kerton verbrachte im Sommer 2001 einen fünfwöchigen Urlaub im Dorf Swisttal-Straßfeld (nahe Bonn) bei den Eltern ihres damaligen Verlobten Peter S..
- Das Verschwinden: Am Morgen des 30. Juli 2001 sollte Louise die Heimreise nach England antreten. Laut Aussage der Mutter des Verlobten habe diese Louise mit dem Auto zum Hauptbahnhof nach Aachen gebracht, damit sie von dort aus mit dem Zug über Belgien zurück nach England reisen konnte. Ob sie den Zug jemals bestieg, ist bis heute völlig unklar. Am Zielort kam sie nie an.
- Rätselhaftes Verhalten des Verlobten: Ihr Verlobter wartete in England vergeblich an der Fähre. Anstatt jedoch sofort die Polizei oder ihre Eltern zu verständigen, rief er Louises Schwester an und äußerte haltlose Anschuldigungen gegen Louises Charakter. Erst nach fünf Tagen wurden Louises Eltern informiert. Später fiel der Verlobte durch bizarre Medienstatements auf, ein konkreter Tatverdacht ließ sich jedoch rechtlich nicht erhärten.
- Ergebnislose Großsuchaktionen: Rund ein Jahr nach ihrem Verschwinden durchkämmten Hundertschaften der Polizei und Tauchertrupps Baggerseen, Kiesgruben und Wälder rund um Swisttal-Straßfeld. Trotz des Einsatzes von fast 200 Einsatzkräften wurde keine Leiche gefunden.
Der Fall sorgte in Deutschland und Großbritannien für enormes Aufsehen und wurde unter anderem in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ ausgestrahlt. Dabei unterlief der Redaktion jedoch ein bitterer Fehler: Es wurden fälschlicherweise Urlaubsfotos einer völlig anderen Frau gezeigt, die angeblich aus Louises Kamera stammten. Trotz über 130 anschließender Anrufe gab es keine heiße Spur. Louises Vater kämpft bis heute unermüdlich um die Aufklärung des Schicksals seiner Tochter.
Körperliche Merkmale laut damaliger Fahndung:
- Alter zum Zeitpunkt des Verschwindens: 24 Jahre
- Statur: Schlank, ca. 1,65 Meter groß
- Haare: Dunkelblond bis hellbraun, glatt und schulterlang
- Besonderheit: Sprach kein Deutsch, sondern ausschließlich Englisch
Sachdienliche Hinweise zu Beobachtungen am 30. Juli 2001 am Hauptbahnhof Aachen oder im Raum Swisttal-Straßfeld nimmt die Polizei Aachen, das BKA oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Weiterführende Berichte und Podcasts zum Fall:
Eine detaillierte Aufarbeitung des Falls bietet der regionale Kriminal-Podcast Akte Rheinland des Bonner General-Anzeigers. Ein aktueller Rückblick zum Jahrestag des Verschwindens kann zudem im Regionalportal von t-online Aachen nachgelesen werden.
