Der Fall im Überblick
- Das Verschwinden: Das letzte verlässliche Lebenszeichen von Brigitte Neumayr stammt vom 4. Oktober 2007, als sie im Umfeld ihrer Wohnung in der Silbernagelgasse (Regensburger Stadtinnern) gesehen wurde.
- Die Entdeckung durch die Polizei: Aktenkundig wurde der Fall erst Mitte November 2007. Polizeibeamte suchten die Wohnung der Frau wegen einer anderweitigen kriminalpolizeilichen Unterrichtung auf. Da sie nicht angetroffen wurde und bereits seit Wochen jeglicher Kontakt zu ihr abgebrochen war, wurde die Fahndung eingeleitet.
- Familiärer Hintergrund & Tragödie: Brigitte Neumayr war geschieden, galt als nicht unvermögend und hatte einen damals 32-jährigen Sohn, der ein Appartement im selben Haus bewohnte. Recherchen ergaben, dass der Sohn ein Doppelleben führte und der Mutter eine Tätigkeit an der Universitätsklinik vortäuschte, obwohl er durch das Examen gefallen war. Im November 2007 wurde der Sohn schließlich tot in einem Hotel in Mexico-City aufgefunden (Suizid). Ob er mit dem Verschwinden seiner Mutter zu tun hatte, konnte nie zweifelsfrei geklärt werden.
- Ergebnislose Knochenfunde: Jahre nach ihrem Verschwinden keimte bei der Entdeckung eines menschlichen Schädels kurzzeitig der Verdacht auf, es handele sich um die Vermisste. Eine rechtsmedizinische Altersbestimmung ergab jedoch, dass die Knochen von einer deutlich jüngeren Frau stammten.
Da optische Identifikationsmerkmale entscheidend sein können, führt die Fahndung folgende Details auf:
- Größe und Gewicht: 162 cm groß, ca. 62 Kilogramm schwer
- Haare: Zum Zeitpunkt des Verschwindens kurz und auffällig rötlich gefärbt
- Besondere Narbe: Eine kleine, markante Narbe verläuft von der rechten Oberlippe zur Nase hin
- Schmuck & Accessoires: Sie benutzte gelegentlich eine Brille und war dafür bekannt, meist mehrere Armringe oder Kettchen am Handgelenk zu tragen
- Kleidung: Hinweise zur zuletzt getragenen Kleidung liegen der Polizei nicht vor
Sachdienliche Hinweise zum Aufenthalt oder dem Schicksal der Vermissten nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg unter der Telefonnummer 0941/506-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Weiterführende Medienberichte zum Fall:
Der Fall wurde unter anderem in der True-Crime-Dokumentation „Ungeklärte Morde – Dem Täter auf der Spur“ aufgegriffen, Details dazu sind bei Fernsehserien.de zu finden. Ein regionaler Rückblick zum Fall kann im Pressearchiv vom Wochenblatt nachgelesen werden.
