Spurlos verschwunden: Der mysteriöse Fall Natascha Balslink (Kappel-Grafenhausen, 2006)
Seit dem 13. Januar 2006 wird die damals 24-jährige angehende Erzieherin Natascha Balslink aus Kappel-Grafenhausen (Baden-Württemberg) vermisst. Trotz einer Ausstrahlung in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ und intensiver Ermittlungen der Kriminalpolizei gibt ihr plötzliches Verschwinden den Ermittlern bis heute Rätsel auf.
Der Fall im Überblick
- Das Verschwinden: Am Abend des Freitag, 13. Januar 2006, verließ Natascha Balslink ihre gemeinsame Wohnung mit ihrem Lebensgefährten. Sie gab an, eine Freundin besuchen zu wollen, um persönliche Probleme zu besprechen. Bei dieser Freundin kam sie an diesem Abend jedoch nie an. Am 18. Januar wurde sie von ihren Eltern offiziell als vermisst gemeldet.
- Letzte Sichtung: Ein Zeuge gab an, Natascha am darauffolgenden Samstagmorgen (14. Januar 2006) gegen 08:30 Uhr zu Fuß im Ortsteil Grafenhausen (Ortenaukreis) gesehen zu haben. Dies ist das letzte verlässliche Lebenszeichen.
- Das Handy-Signal: Im März 2006, rund zwei Monate nach ihrem Verschwinden, loggte sich Nataschas Mobiltelefon im nahegelegenen Lahr (Ortenaukreis) für kurze Zeit im Mobilfunknetz ein. Wer das Handy zu diesem Zeitpunkt einschaltete und wo es verblieb, konnte nicht geklärt werden.
- Lebensumstände: Natascha hatte kurz vor ihrem Verschwinden ihre Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen, fand jedoch zunächst keine Anstellung, was sie finanziell und psychisch belastete. Zudem galt die Beziehung zu ihrem Partner als sehr schwierig. Freunden gegenüber soll sie geäußert haben, die Situation kaum noch auszuhalten.
Die Kriminalpolizei Offenburg ermittelte in alle Richtungen – von einem freiwilligen Untertauchen über einen Suizid bis hin zu einem Gewaltverbrechen. Die Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY im November 2006 brachte leider keine heiße Spur, weshalb der Fall bis heute als ungeklärter Cold Case eingestuft ist.
Hinweise und Kontakt
Sachdienliche Hinweise zum Aufenthalt oder Verbleib von Natascha Balslink im Januar 2006 nimmt die Polizeiinspektion Offenburg oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Weiterführende Berichte zum Fall:
Die zeitgenössischen Artikel zur erfolglosen Fernsehfahndung und zu den Ermittlungen können in den Archiven der Badischen Zeitung sowie im regionalen Nachrichtenportal ka-news nachgelesen werden.
