Verdacht auf Tötungsdelikt: Das Verschwinden von Jasmin Jürgensen (Bremerhaven, 2008)
Seit dem 12. Juni 2008 wird die damals 24-jährige Jasmin Jürgensen aus Bremerhaven vermisst. Obwohl die Ermittler der Mordkommission fest davon ausgehen, dass die junge Frau Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist, und trotz massiver Suchaktionen in den Folgeahren, konnte der Fall bis heute nicht aufgeklärt werden. Er gilt als einer der ungelösten Cold Cases der Region.
Der Fall im Überblick
- Das Verschwinden: Jasmin Jürgensen verschwand im Sommer 2008 spurlos aus ihrem gewohnten Umfeld in Bremerhaven. Da sie sich im drogenabhängigen Prostituiertenmilieu bewegte, gestaltete sich die Rekonstruktion ihrer letzten Kontakte für die Ermittler als äußerst schwierig.
- Die Wende Jahre später: Nachdem der Fall lange Zeit als bloßes Vermisstenverfahren lief, stuften Polizei und Staatsanwaltschaft das Verfahren viereinhalb Jahre später – im Winter 2012 – offiziell als mutmaßliches Tötungsdelikt ein, da verlässliche Zeugenhinweise auf ein Verbrechen hindeuteten.
- Großangelegte Suchaktionen (2012): Im Dezember 2012 startete die Polizei eine groß angelegte Suchwelle. Taucher suchten den eiskalten See in Spaden (Landkreis Cuxhaven) ab, während zeitgleich ein Kleingartengelände in Bremerhaven mit Leichenspürhunden umgegraben wurde. Obwohl die Hunde mehrfach anschlugen, wurde letztlich keine Leiche entdeckt.
Die damaligen Suchaktionen mussten nach tagelanger, ergebnisloser Arbeit eingestellt werden. Bis heute fehlt von der Leiche der damals 24-Jährigen jede Spur. Der Fall wird bei der Polizei weiterhin als ungeklärtes Tötungsdelikt geführt, da ein freiwilliges Untertauchen der Frau aufgrund der Gesamtumstände ausgeschlossen wird.
Hinweise und Kontakt
Sachdienliche Hinweise zu den damaligen Kontakten oder dem Verbleib von Jasmin Jürgensen im Juni 2008 nimmt die Polizei Bremerhaven oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Weiterführende Berichte zum Fall:
Die historischen Details zu den Suchaktionen im See sowie im Kleingartengelände können in der damaligen Berichterstattung von BILD.de sowie in den Archivmeldungen von NWZonline nachgelesen werden.
