Die USA verfügen über extrem fortschrittliche und riesige Datenbanken für Vermisstenfälle. Aufgrund der schieren Größe des Landes und der Aufteilung in Bundesstaaten müssen Angehörige im Ernstfall sehr strukturiert vorgehen – besonders wenn es sich um ausländische Urlauber handelt.
Hier sind die wichtigsten offiziellen Kontakte, Netzwerke und Notfall-Kanäle für die USA:
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1. NAMUS (National Missing and Unidentified Persons System)
NamUs ist das offizielle, vom US-Justizministerium finanzierte nationale Zentralregister für vermisste, nicht identifizierte und nicht beanspruchte Personen in den gesamten USA. Die Datenbank ist öffentlich durchsuchbar und ermöglicht es Angehörigen, detaillierte Profile (inklusive physischer Merkmale, Tätowierungen und getragener Kleidung) abzugleichen.
[*] Zur offiziellen Regierungsdatenbank: NamUs - National Missing Persons System
2. NCMEC (National Center for Missing & Exploited Children)[/b][/color]
Wenn ein minderjähriges Kind (unter 18 Jahren) in den USA vermisst wird – egal ob Einheimischer oder Tourist –, ist das NCMEC die wichtigste zivile und staatlich beauftragte Organisation. Sie koordiniert das berühmte AMBER Alert-System und verbreitet Fotofahndungen innerhalb von Minuten über Smartphones, Autobahntafeln und Medien im betroffenen Bundesstaat.
[*] Hotline (24/7 gebührenfrei in den USA): 1-800-843-5678 (1-800-THE-LOST)
[*] Zur offiziellen Suchdatenbank für Kinder: NCMEC - Missing Kids USA
3. Amerikanisches Rotes Kreuz (American Red Cross - Tracing Service)
Für die Suche nach Familienangehörigen, zu denen der Kontakt durch internationale Krisen, Migration oder Naturkatastrophen abgerissen ist, bietet das Amerikanische Rote Kreuz in Washington Unterstützung über das weltweite Suchnetzwerk an.
[*] Zum Suchdienst: American Red Cross
Das Polizeiwesen in den USA ist extrem dezentralisiert (Local Police, County Sheriff, State Police). Wenn ein ausländischer Tourist (z. B. beim Roadtrip, Städtetrip oder beim Wandern) spurlos verschwindet, gelten folgende strikte Notfall-Protokolle:
[*] Der zentrale Notruf: In den USA ist der zentrale Notruf emergency services. Die Leitstellen verbinden sofort mit der zuständigen lokalen Polizei oder dem Sheriff-Büro. Jede Leitstelle kann bei Bedarf Dolmetscher für Deutsch oder andere Sprachen hinzuschalten ("Language Line").
[*] Wichtig bei der Anzeige: In den USA gibt es keine gesetzliche Wartezeit von 24 Stunden, bevor eine Vermisstenanzeige ("Missing Person Report") aufgegeben werden darf! Die lokale Polizei ist verpflichtet, Berichte über vermisste Touristen sofort aufzunehmen, da diese keine feste Unterkunft im Land haben.
[*] National Park Service (Search and Rescue - SAR): Millionen Urlauber besuchen die großen Nationalparks (z. B. Grand Canyon, Yosemite, Yellowstone). Geht ein Tourist in einem Nationalpark verloren, liegt die Suche in der Verantwortung der hochspezialisierten *U.S. Park Rangers*. Diese koordinieren Suchhunde, Helikopter und Drohnenteams direkt vor Ort. Zur offiziellen Infoseite des Park Service: National Park Service (NPS).
[*] Deutsche Botschaft & Generalkonsulate in den USA: Da US-Behörden aus strengen Datenschutzgründen (Privacy Act) oft keine Informationen über den Verbleib von Personen an Privatpersonen herausgeben (z. B. ob jemand im Krankenhaus liegt oder verhaftet wurde), ist die deutsche Vertretung ein zwingend notwendiger Hebel. Die Botschaft in Washington oder die regionalen Generalkonsulate (z. B. in New York, Los Angeles, Miami, San Francisco, Chicago) schalten sich sofort ein, um den offiziellen Informationsfluss mit dem FBI oder den lokalen Polizeibehörden zu sichern. Zu den Notfallkontakten: Deutsche Vertretungen in den USA.
