offizielle Anlaufstellen

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senia54
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Vermisstensuche in Spanien: Offizielle Anlaufstellen & Suchregister
Spanien verfügt über ein hochmodernes und staatlich zentralisiertes System für Vermisstenfälle. Das Land betreibt ein eigenes nationales Zentrum im Innenministerium, das eng mit zivilen Organisationen zusammenarbeitet.

Hier sind die wichtigsten offiziellen Anlaufstellen und Suchregister für Spanien:

[hr]

1. CNDES (Centro Nacional de Desaparecidos - Nationales Vermisstenzentrum)
Das CNDES ist das offizielle staatliche Zentrum des spanischen Innenministeriums. Es koordiniert alle Daten von Polizei, Zivilgarde und Rettungsdiensten. Auf der Webseite wird eine öffentliche, durchsuchbare Online-Datenbank mit aktuellen Steckbriefen und Fotos von vermissten Personen gepflegt, um Hinweise aus der Bevölkerung zu sammeln.
[*] Wichtig: Eine offizielle Vermisstenanzeige ("Denuncia por desaparición") kann bei jeder lokalen Dienststelle der Policia Nacional oder der Guardia Civil eingereicht werden.
[*] Zur offiziellen Regierungsdatenbank: CNDES - Centro Nacional de Desaparecidos

2. SOS Desaparecidos (Großes ziviles Suchnetzwerk)
Dies ist die bekannteste und aktivste zivile Non-Profit-Organisation in Spanien. Sie unterstützt Angehörige psychologisch, erstellt professionelle Suchplakate (Alertas) und verbreitet diese mit enormer Reichweite über soziale Medien und spanische Medienpartner im ganzen Land.
[*] Hotline (24/7 besetzt): +34 649 952 957 oder +34 644 712 806
[*] Zur zivilen Suchdatenbank: Asociación SOS Desaparecidos

3. Das Spanische Rote Kreuz (Cruz Roja Española - Restoring Family Links)
Für die Suche nach Familienangehörigen, zu denen der Kontakt durch internationale Konflikte, Flucht, Naturkatastrophen oder weltweite Migration abgerissen ist, bietet der Suchdienst des Spanischen Roten Kreuzes in Madrid Unterstützung an.
[*] Zum Suchdienst: Cruz Roja Española


🚨 Sonderfall: Wenn Urlauber / Touristen in Spanien vermisst werden
Spanien ist eines der beliebtesten Urlaubsziele weltweit (Festland, Mallorca, Ibiza, Kanaren). Wenn ein ausländischer Tourist oder ein Kind im Spanien-Urlaub verschwindet, greifen folgende spezialisierte Notfall-Kanäle:

[*] Der zentrale Notruf (112): Die europäische Notrufnummer 112 ist in ganz Spanien sowie auf allen Inseln die wichtigste erste Anlaufstelle. Die Leitstellen in den Urlaubsregionen verfügen über mehrsprachige Operatoren, die fließend Englisch und meist auch gut Deutsch sprechen.
[*] SATE (Servicio de Atención al Turista Extranjero): In vielen spanischen Tourismus-Metropolen und Küstenorten gibt es diesen speziellen Polizeidienst für ausländische Touristen. Die Beamten dort helfen direkt in der jeweiligen Muttersprache bei der Aufnahme von Anzeigen und arbeiten eng mit den Konsulaten zusammen.
[*] Deutsche Botschaft & Konsulate in Spanien: Bei vermissten deutschen Urlaubern sollten sofort die diplomatischen Vertretungen (die Botschaft in Madrid oder die Generalkonsulate wie in Barcelona, Las Palmas/Gran Canaria oder Palma de Mallorca) informiert werden. Sie halten den direkten Draht zu den spanischen Ermittlern und unterstützen die Angehörigen vor Ort. Zu den Notfallkontakten: Deutsche Vertretungen in Spanien.
[*] Seenotrettung & Bergrettung (Salvamento Marítimo / GREIM): Wird ein Urlauber im Meer vermisst, koordiniert die Seenotrettung (Salvamento Marítimo) die Suche. Geht jemand beim Wandern in den Bergen (z. B. in den Pyrenäen oder der Sierra Nevada) verloren, rückt die hochspezialisierte Bergwacht der Guardia Civil (GREIM) aus. Beide werden direkt über die 112 alarmiert.
[*] Europäischer Kinder-Notruf (116 000): Sollte ein minderjähriges Kind im Spanien-Urlaub abgängig sein, ist diese Nummer komplett gebührenfrei erreichbar und leitet die Sofortfahndung über das europäische Kinderschutz-Netzwerk ein. In Spanien wird die Hotline direkt von der Stiftung *ANAR* betreut. Zur Partnerseite: Fundación ANAR - Telefono 116000.
Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken
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