Sonstiges zum Thema2019-Kassel: Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes-Hat sich nicht bestätigt

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2019-Kassel: Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes-Hat sich nicht bestätigt

Ungelesener Beitrag von Patty » Mi 15. Mai 2019, 18:04

15.05.2019 – 15:30

Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel
POL-KS: Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes: Polizei veröffentlicht Foto und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung; Fall heute Abend bei Aktenzeichen XY ungelöst
POL-KS: Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes: Polizei veröffentlicht Foto und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung; Fall heute Abend bei Aktenzeichen XY ungelöst





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Kassel (ots)

Gemeinsame Presseveröffentlichung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen

Nordhessen: Die Kasseler Kripo ermittelt derzeit in einem Verdachtsfall des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Ein Unbekannter hatte in Chats eines Kleinanzeigenportals im Internet anderen Nutzern gegenüber angegeben, seine geistig behinderte Tochter sexuell zu missbrauchen und auch anderen ein Treffen zum gemeinsamen sexuellen Missbrauch in Aussicht gestellt. In einem Fall übersandte der mutmaßliche Täter im Vorfeld eines beabsichtigten Treffens auch ein Foto von sich und seiner Tochter. Ob es anschließend tatsächlich dazu kam, ist derzeit nicht bekannt. Da sich bei den bisherigen intensiv geführten Ermittlungen der Beamten des für Sexualdelikte zuständigen Kommissariats 12 der Kasseler Kripo und der Kasseler Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf die tatsächliche Identität des Mannes, der offenbar mit falschen Personalien agiert, ergeben haben, erhoffen sich die Ermittler nun durch die Veröffentlichung des Fotos, Hinweise aus der Bevölkerung auf ihn oder seine Tochter zu bekommen.

Mitarbeiter meldete Chatverlauf der Polizei

Ein Mitarbeiter des Kleinanzeigenportals war auf eine im Jahr 2016 geschaltete Anzeige mit der Bezeichnung "FKK, Freundschaften und mehr" aufmerksam geworden. Dort hatte ein Nutzer, der sich als "Gerd" oder "Jonas" ausgab, geschildert, dass er seine Tochter seit ihrem 6. Lebensjahr sexuell missbrauche. Er sei alleinerziehend, die Mutter des Kindes, das er mal "Anja", mal "Saskia" nannte, sei nach der Geburt gestorben. Das Kind soll damals, im Jahr 2016, zwölf Jahre alt gewesen sein und müsste heute demnach 15 Jahre alt sein. Neben der Anmeldung in dem Kleinanzeigenportal war der mutmaßliche Täter offenbar auch in Flirtportalen aktiv und wählte dort die Profilnamen "RubensLiebhabER" und "RubensFan55".

Nutzer verschleiert seine Identität

Wie die daraufhin sofort eingeleiteten Ermittlungen ergaben, handelt es sich bei den zu dem Nutzer hinterlegten Namen "Gerd Mahler" und "Gerd Meistermann" und angegebener Adressen in Kassel-Bad Wilhelmshöhe um falsche Identitäten. Der Tatverdächtige, der in einem seiner Online-Profile auch Hannover als seine Heimatstadt angab, verschleiert seine Identität offenbar gezielt. Sämtliche bisherige intensive Ermittlungen zur Identifizierung des Mannes oder des Kindes führten bislang nicht zum Erfolg. Zudem ist es derzeit nicht eindeutig nachvollziehbar, ob es sich um den auf dem Foto zu sehenden Mann tatsächlich um den Verfasser der besagten Chat-Nachrichten handelt und ob die darin geschilderten Handlungen der Wahrheit entsprechen. Die Auswertung aller bisherigen Erkenntnisse legt einen über Jahre andauernden sexuellen Missbrauch des Kindes jedoch nahe.

Foto zeigt Mann im Alter von geschätzten 40 bis 50 Jahren

Das im Internet von dem Unbekannten an andere übersandte Foto zeigt einen sommerlich gekleideten Mann, auf dessen Schoß ein Mädchen sitzt. Dabei soll es sich um seine geistig behinderte Tochter handeln, die seit ihrer Geburt am "Fetalen Alkoholsyndrom" leide. Das Bild dürfte nach Einschätzung der Ermittler ca. drei Jahre alt sein. Der Mann ist schätzungsweise 40 bis 50 Jahre alt, hat lockige dunkle Haare, die nach hinten lang und eventuell zum Pferdeschwanz gebunden sind. Er trägt ein grünliches Basecap und ein hellblaues T-Shirt. Das auf dem Bild zu sehende Kind hat rötliche, nach hinten gebundene Haare. Das Mädchen von kräftiger Statur trägt eine Brille mit ovalen Gläsern sowie ein Schlüsselbund um den Hals und ist mit einem roten Shirt bekleidet.

Ermittler hoffen auf Hinweise durch Fernsehsendung Aktenzeichen XY

Die Ermittler des K 12 erhoffen sich nun durch die Veröffentlichung des Falls sowie einen Auftritt bei der Fernsehsendung Aktenzeichen XY am heutigen Mittwochabend entscheidende Hinweise zu bekommen. Kriminalhauptkommissar Peter Keyser wird dort zu Gast sein und über den Stand der Ermittlungen berichten. Auch das Foto wird in der Sendung gezeigt. Da momentan nicht erwiesen ist, dass dieser Mann tatsächlich im Zusammenhang mit den besagten Aussagen oder möglichen Tathandlungen eines sexuellen Kindesmissbrauchs steht, bittet die Polizei darum, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, sondern im Falle einer Identifizierung sofort die Polizei zu informieren.

Hinweise nimmt die Kasseler Polizei unter der Tel. 0561 - 9100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Matthias Mänz Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen Tel. 0561 - 910 1021

Andreas Thöne Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel Tel. 0561 - 912 2592

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle

Telefon: 0561/910 10 20 bis 23
Fax: 0561/910 10 25
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Außerhalb der Regelarbeitszeit
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Original-Content von: Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/4271462
Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben. (Indianische Weisheit)

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Ermittler gehen ersten Hinweisen nach

Ungelesener Beitrag von Patty » Do 16. Mai 2019, 17:13

Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben. (Indianische Weisheit)

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Re: 2019-Kassel: Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes-Hat sich nicht bestätigt

Ungelesener Beitrag von Hercules » Di 20. Aug 2019, 17:08

POL-KS: Folgemeldung zum Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes: Hinweise nach Öffentlichkeitsfahndung führten zur Identifizierung; Mädchen auf Foto kein Opfer von Missbrauch
Kassel (ots)

Gemeinsame Presseveröffentlichung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen

(Beachten Sie bitte auch die am Mittwoch, 15. Mai 2019, um 15:30 Uhr, unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/4271462 und die am Donnerstag, 16. Mai 2019, um 11:49 Uhr, veröffentlichten Pressemitteilungen.)

(Hinweis für Medienvertreter: Es wird darum gebeten, das zur Öffentlichkeitsfahndung bereitgestellte Bild, sofern möglich, aus den Berichterstattungen zu entfernen oder die abgebildeten Personen unkenntlich zu machen.)

Nordhessen: Im Mai dieses Jahres wandten sich die Kasseler Staatsanwaltschaft und Ermittler des für Sexualdelikte zuständigen Kommissariats 12 der Kasseler Kriminalpolizei wegen des Verdachts eines sexuellen Kindesmissbrauchs mit einem Bild an die Öffentlichkeit, nachdem jahrelange und intensive Ermittlungen zuvor nicht zur Identifizierung der darauf zu sehenden Personen geführt hatten. Mithilfe der Bevölkerung und nach zahlreich eingegangenen Hinweisen ist es den Ermittlern zwischenzeitlich gelungen, den Mann und das Mädchen auf dem Foto eindeutig zu identifizieren. Wie sich herausstellte, leben beide in Tschechien. Durch die Zusammenarbeit und die Unterstützung der dortigen Behörden konnte im weiteren Verlauf verlässlich geklärt werden, dass das auf dem Foto zu sehenden Mädchen kein Opfer sexuellen Missbrauchs geworden ist. Demnach besteht der Verdacht, dass ein Unbekannter sich des im Internet eingestellten fremden Fotos bemächtigte und dieses zur Bekräftigung seiner Angaben über einen angeblichen sexuellen Missbrauch seiner Tochter einsetzte.

Unbekannter hatte behauptet, Mädchen auf Foto zu missbrauchen

Auslöser der Ermittlungen waren Angaben des Nutzers eines Kleinanzeigenportals über den sexuellen Missbrauch seiner Tochter, auf die ein Mitarbeiter des Portals aufmerksam wurde und die Polizei einschaltete. Im Vorfeld eines beabsichtigen Treffens mit einem anderen Nutzer, bei dem auch ein gemeinsamer sexueller Missbrauch des Kindes in Aussicht gestellt wurde, übersandte der Unbekannte auch das Foto. Dazu behauptete er, es zeige ihn und seine Tochter. Aufgrund dieser Angaben konnte nicht ausgeschlossen werden, dass das auf dem Foto zu sehende Kind tatsächlich missbraucht wird.

Rund 100 Hinweise durch Öffentlichkeitsfahndung

Nachdem alle anderen Ermittlungsmöglichkeiten ausgeschöpft waren und nicht zur Identifizierung des Mannes oder des Kindes führten, beantragte die Kasseler Staatsanwaltschaft einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung beim zuständigen Gericht. Rund 100 Hinweise gingen nach Veröffentlichung des Fotos bei der Polizei ein, etwa die Hälfte davon konkreter Art und bezogen sich überwiegend auf mögliche Identitäten des auf dem Bild zu sehenden Mannes. Die Ermittler gingen diesen Hinweisen akribisch nach, wobei sie sich in nahezu allen Fällen nicht bestätigen sollten. Ein Hinweis aus der Bevölkerung sollte sich jedoch als der entscheidende herausstellen. Der von einem Zeugen benannte Mann aus Tschechien ist nach derzeitigem Ermittlungsstand die auf dem Foto zu sehende Person mit seiner Stieftochter. Durch die weiteren Ermittlungen und Vernehmungen der beiden kann mittlerweile ausgeschlossen werden, dass sie im Zusammenhang mit den Chat-Aussagen des unbekannten Tatverdächtigen über vorgebliche Missbrauchshandlungen stehen, weshalb die Staatsanwaltschaft Kassel das gegen den tschechischen Mann eingeleitete Ermittlungsverfahren am gestrigen Tag eingestellt hat.

Der Verfasser der Chat-Nachrichten ist weiterhin unbekannt. Ob die von ihm geschilderten Aussagen im Zusammenhang mit dem offenkundig missbräuchlich verwendeten Foto anderer Personen der Wahrheit entsprechen könnten, ist momentan unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Matthias Mänz Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen Tel. 0561 - 910 1021

Andreas Thöne Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel Tel. 0561 - 912 0

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