2020-Ulm: lebensbedrohliche akute Atemnot bei Frühchen-Morphin

hier sollen alle noch nicht vollständig aufgeklärten versuchte und Tötungsdelikte stehen

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2020-Ulm: lebensbedrohliche akute Atemnot bei Frühchen-Morphin

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29.01.2020 – 16:00

Polizeipräsidium Ulm

POL-UL: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und des Polizeipräsidiums Ulm vom 29. Januar 2020 /
Ulm (ots)

Haftbefehlsantrag gegen Krankenschwester einer Ulmer Säuglingsstation wegen des Verdachts des versuchten Totschlags an Frühgeborenen in 5 Fällen -

Pressekonferenz am morgigen Donnerstag, 30. Januar 2020, 11:00 Uhr bei der Staatsanwaltschaft Ulm, Olgastraße 109, Ulm

Ulm.

In den frühen Morgenstunden des 20. Dezember 2019 litten fünf in einem Zimmer in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Ulm untergebrachte Frühgeborene nahezu zeitgleich an lebensbedrohlichen Atemproblemen, die glücklicherweise dank des sofortigen Eingreifens des Krankenhauspersonals nach derzeitiger ärztlicher Einschätzung folgenlos geblieben sind.

Als Ursache wurde zunächst eine Infektion vermutet, welche nach Vorliegen der Ergebnisse der Urinuntersuchungen jedoch ausgeschlossen werden konnte. Allerdings wurden in Urinproben aller Kinder Rückstände von Morphin festgestellt. Da jedenfalls zwei der Kinder im Rahmen der Notfallversorgung kein Morphin verabreicht worden war, wandte sich die Leitung des Universitätsklinikums Ulm nach Bekanntwerden der Untersuchungsergebnisse am 17.01.2020 an die Polizei.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben daraufhin die Ermittlungen aufgenommen, im Universitätsklinikum erste Ermittlungen durchgeführt und Behandlungsunterlagen sowie das Betäubungsmittelbuch erhoben, welche derzeit ausgewertet werden.

Auf Anordnung des Amtsgerichts Ulm wurden am gestrigen Vormittag (28.01.2020) verschiedene Durchsuchungsmaßnahmen in sechs Objekten bei Personen durchgeführt, die im fraglichen Zeitraum Dienst auf der Frühgeborenenstation hatten. Dabei wurde in einem Spind in der Umkleide des Klinikums eine Spritze mit Muttermilch gefunden, die nach den ersten Ergebnissen der kriminaltechnischen Untersuchung im Landeskriminalamt Baden-Württemberg Morphin enthält.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm wird die Krankenschwester, welcher der fragliche Spind zugeteilt ist, heute Nachmittag dem Haftrichter des Amtsgerichts Ulm mit dem Antrag, Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des versuchten Totschlags in 5 Fällen zu erlassen, vorgeführt.

Im Rahmen einer auf den morgigen Donnerstag, 30. Januar 2020, auf 11:00 Uhr angesetzten gemeinsamen Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Ulm werden die Ermittler die bisherigen Ermittlungsergebnisse und den aktuellen Sachstand bekannt geben. Die Pressekonferenz findet im Großen Besprechungssaal 4.01 im Gebäude der Staatsanwaltschaft Ulm in der Olgastraße 109 in 89073 Ulm statt.

Die Medienvertreter werden gebeten, von Presseanfragen an die Pressestellen der Staatsanwaltschaft Ulm und des Polizeipräsidiums Ulm bis zur Pressekonferenz abzusehen.

Michael Bischofberger Holger Fink

- Staatsanwaltschaft Ulm - - Polizeipräsidium Ulm -
Bei Rückfragen zur Pressekonferenz: Durchwahl: (0731) 189 - 1441 E-Mail: michael.bischofberger@staulm.justiz.bwl.de

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Ulm
E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110979/4506023
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Patty
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Bericht und Video zur Pressekonferenz

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Aus Haft entlassen

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Re: 2020-Ulm: Krankenschwester unter Verdacht versuchter Totschlag an 5 Frühgeborenen-entlassen

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DNA-Probe entlastet Krankenschwester

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Morphinspritze: Landeskriminalamt räumt Fehler ein


https://www.swr.de/swraktuell/baden-wue ... n-100.html
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Lösungsmittel

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Morphium kam mit Lösungsmittel für Test in die Spritze
Denn weitere Untersuchungen, unter anderem durch das bayerische Landeskriminalamt, lösten Zweifel an dem Ergebnis des ersten Tests aus. Demnach konnte Morphium auch in einem Lösungsmittel nachgewiesen werden, das benutzt wurde, um die Flüssigkeit in der Spritze für den Test zu verdünnen. Laut der Nachrichtenagentur AP soll auch eine neue Probe der Muttermilch - von derselben Frau, von der die an die Babys gegebene Muttermilch stammte - positiv auf Morphium getestet worden sein. Das ist bislang nicht bestätigt.


Weiter im Link:

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... 853f05a5f7



https://www.sueddeutsche.de/panorama/ul ... -1.4783214
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LKA räumt Fehler ein

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Uni-Klinik zieht Konsequenzen

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