Vermisste Erwachsene 2000-20092004-Mord an Vera und Hajo Burmeister - Sohn verurteilt

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Patty
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2004-Mord an Vera und Hajo Burmeister - Sohn verurteilt

Ungelesener Beitrag von Patty » Sa 3. Jan 2015, 19:06

Vera und Hajo Burmeister sind bis heute vermisst!

Vermisstenmeldung

Familienname: Burmeister

Vorname: Hajo

Geburtsdatum: 09.02.1930

Geburtsort: Stade

Staatsangehörigkeit: deutsch

Personenbeschreibung:

Größe: ca. 180 cm

Alter: 74

Äußere Erscheinung: Untersetzte Figur; Glatze mit Haarkranz

Besondere Kennzeichen: Brillenträger; gehbehindert und auf Gehhilfe angewiesen

Bekleidung zur Tatzeit: Nicht bekannt

Familienname: Burmeister

Vorname: Vera

Geburtsdatum: 23.10.1929

Geburtsort: Solingen

Staatsangehörigkeit: deutsch

Personenbeschreibung:

Größe: ca. 165 cm

Alter: 74

Äußere Erscheinung: Schlanke Figur; weiße lockige Haare

Besondere Kennzeichen: Brillenträger

Bekleidung zur Tatzeit: Nicht bekannt

Sachverhalt:

Seit dem 22.08.2004, nach 21:00 Uhr, sind die beiden 74-jährigen Eheleute Hajo Burmeister und Vera Burmeister aus ihrem Wohnhaus in Bassum Nordwohlde, Bucheneck 14, verschwunden.

Bis zum heutigen Tage gibt es keine konkreten Hinweise auf deren Aufenthaltsort. Der PKW der Vermissten, ein schwarzer VW Golf 3, amtl. Kennzeichen DH-DV 204, ist ebenfalls verschwunden.

Die Polizei schließt nicht aus, dass Vera und Hajo Burmeister Opfer einer Straftat wurden und stellt daher folgende Fragen:

· Wer hatte nach ihrem Verschwinden am 22.08.2004 Kontakt zu den Vermissten?

· Wo sind die gesuchten Personen in Erscheinung getreten?

· Können Angaben zu möglichen Begleitpersonen des verschwundenen Ehepaars gemacht werden?

· Wer kann Angaben zum Verbleib des PKW machen?

· Wer kann sonstige sachdienliche Hinweis zum derzeitigen Aufenthaltsort der Vermissten geben?

http://www.i110.de/pers1.htm
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Prozess

Ungelesener Beitrag von Patty » Sa 3. Jan 2015, 19:11

6. März 2006 | 10.49 Uhr
Verschwundenes Ehepaar
Prozess um Doppelmord ohne Leichen
Verschwundenes Ehepaar: Prozess um Doppelmord ohne Leichen
Das Verwaltugnsgericht urteilte sexuelle Anspielungen als schwere Dienstvergehen. FOTO: rpo
Verden (rpo). Vor eineinhalb Jahren ist aus dem niedersächsischen Bessum ein Rentnerehepaar spurlos verschwunden. Seit Montag muss sich der Sohn des Paares vor dem Landgericht Verden verantworten. Ihm wird Doppelmord vorgeworfen; die Leichen wurden jedoch nie gefunden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, seine damals 74 Jahre alten Eltern aus Habgier und Rache getötet zu haben. Der Angeklagte sagte aus, er habe seine Eltern noch im Dezember 2003 gesehen und gehe davon aus, dass sie noch leben. Die beiden Rentner sind seit 22. August 2004 verschwunden. Der Hauptverdacht der Ermittler richtete sich schnell gegen den Sohn, der bislang zu den Vorwürfen schwieg.

Der Sohn verbüßte im Sommer 2004 eine Haftstrafe, hatte aber am Tag des Verschwindens der Eltern Hafturlaub, aus dem er erst mit mehrtägiger Verspätung zurückkehrte. Laut Zeugen gab es Streit um Erbangelegenheiten. Vor Gericht sagte der Angeklagte, er könne sich nur noch vage daran erinnern, was er in dieser Zeit gemacht habe. Er habe aber vergeblich versucht, seine Eltern telefonisch zu erreichen. Von einem namentlich nicht genannten Bekannten will er erfahren haben, dass diese vermisst würden.

Der 47-Jährige bezeichnete allerdings das Verhältnis zu seinen Eltern als "kompliziert". Der Vater sei alkoholkrank gewesen. Die Eltern seien mit zunehmendem Alter senil geworden. 2002 habe es "unschöne Vorfälle" gegeben, in deren Folge er den Kontakt mit seinen Eltern eingestellt habe. Er habe die beiden jedoch nie bedroht oder beschimpft. Nachbarn und Bekannte hatten dies der Polizei gesagt. Nach Auffassung des Sohnes könnten die Vermissten in Skandinavien oder in Franken untergetaucht sein.

Die Familie besaß in Stade zwei Mehrfamilienhäuser, die zeitweilig auf den Namen des Angeklagten eingetragen waren. Der 47-Jährige sagte, er und seine geschiedene Frau hätten sich jahrelang um die Vermietung und die Sanierung der Altbauten gekümmert. Er habe insgesamt eine sechsstellige Summe und unzählige Arbeitsstunden in die Häuser gesteckt. Die Eltern hätten die notwendigen Sanierungsmaßnahmen jedoch nicht für notwendig erachtet. "Ich hatte den Eindruck, dass meine Eltern jeglichen Beurteilungsmaßstab verloren hatten", sagte der 47-Jährige.

2002 habe er deshalb aufgehört, sich um die Immobilien zu kümmern. Daraufhin ließen die Eltern über einen Zivilprozess die Grundstücke auf ihren Namen zurückübertragen. Der Angeklagte sagte, er habe sich dagegen nicht gewehrt, weil er mit seinen Eltern nicht vor Gericht habe streiten wollen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, aus Rache über die Umschreibung seine Eltern getötet zu haben.

Er sitzt seit dem Ende seiner wegen Betrugs- und Eigentumsdelikten verbüßten Haftstrafe in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit einem aufwändigen Indizienprozess. Das Gericht hat zunächst bis Mai zwölf Verhandlungstermine festgesetzt.

http://www.rp-online.de/panorama/deutsc ... -1.2044944

Es heißt Bassum, nicht Bessum
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Re: 2004-Mord an Vera und Hajo Burmeister - Sohn verurteilt

Ungelesener Beitrag von Patty » Sa 3. Jan 2015, 20:30

Elternmord
im Hafturlaub?

Vermisstes Ehepaar Burmeister (BKA-Foto)
ehepaar burmeister.jpg
ehepaar burmeister.jpg (17.58 KiB) 9153 mal betrachtet
22. 9. 2004. Seit genau einem Monat, seit dem 22. August, ist das Rentner-Ehepaar Vera und Hayo Burmeister aus Nordwohlde, Gemeinde Bassum, verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden 74-jährigen umgebracht worden sind. Unter Tatverdacht steht der Sohn der Burmeisters, der in der Vollzugsanstalt Meppen einsitzt und zur Zeit des Verschwindens Hafturlaub hatte.

Warnschild am Hafen Ruthenstrom

Suchaktionen nach dem ebenfalls verschwundenen Fahrzeug, einem schwarzen VW Golf III, Kennzeichen DH-DV 204, unter anderem am Ruthenstrom, blieben ergebnislos. Mehr auf der Website des Bundeskriminalamtes. Eine Reportage von Radio Bremen über den mysteriösen Fall kann hier gehört werden.

http://www.niederelbe.de/ostemarsch/linksunten-0904.htm

Bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass das Foto bearbeitet wurde
(Hände auf den Schultern des Ehepaares).
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Urteil

Ungelesener Beitrag von Patty » Sa 3. Jan 2015, 20:38

Bundesgerichtshof bestätigt Verurteilung wegen Tötung der Eltern

Das Landgericht Verden hat den 48 Jahre alten Angeklagten Hauke B. des Totschlags an seinen Eltern schuldig gesprochen und gegen ihn wegen der Schwere der Tat eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt. Die Besonderheit des Falles lag darin, dass die Leichen der Opfer nicht gefunden wurden und der genaue Tathergang nicht aufgeklärt werden konnte. Das Landgericht hat sich in einem umfangreichen Indizienprozess dennoch davon überzeugt, dass der Angeklagte seine Eltern eigenhändig tötete und die Leichen beseitigte.

Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat die Revision des Angeklagten verworfen. Das Urteil des Landgerichts ist damit rechtskräftig.

Beschluss vom 1. Oktober 2007 - 3 StR 379/07

Landgericht Verden - Urteil vom 1. März 2007 - 7-8/05 - 401 Js 30062/04

Karlsruhe, den 17. Oktober 2007

Pressestelle des Bundesgerichtshofs
76125 Karlsruhe
Telefon (0721) 159-5013
Telefax (0721) 159-5501

Pressemitteilung: 146/07

http://www.e-fachanwalt.de/strafrecht-b ... 8b80e701dc
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