..
Familie verzweifelt: Wo ist Max?
Max Weil (22) aus Zeilsheim ist seit viereinhalb Monaten verschwunden – lebt er in den Wäldern?
Seit dem 3. März wird Max Weil aus Zeilsheim vermisst. Seine Spur endet an einer Straßenbahnhaltestelle im thüringischen Gera.
Von Wolfgang Schubert
Zeilsheim. Seit dem 3. März wird Max Weil aus Zeilsheim vermisst.Seit dem 3. März wird Max Weil aus Zeilsheim vermisst.Seit dem 3. März wird Max Weil aus Zeilsheim vermisst.In Gera studierte Max an der Berufsakademie. An der Straßenbahnhaltestelle muss er zuletzt in eine Bahn eingestiegen sein. Die Suche mit Hubschrauber und Polizeihunden blieb erfolglos. Die Eltern dachten an ein Verbrechen. Eine andere Erklärung gab es für sie damals nicht. Jetzt gibt es wieder Hoffnung. Nach einer privaten Suchaktion von Eltern, Freunden und Bekannten verdichten sich die Anzeichen, dass Max eventuell depressiv ist, aus dem Alltag "ausgestiegen" ist und irgendwo in den Wäldern zwischen Rüdesheim, Rüsselsheim und Darmstadt lebt.
Bis heute haben die Eltern Gabi und Michael Weil sowie die zahlreichen Freunde und Bekannte keine Erklärung für das Verschwinden von Max. Sicher: Max war im Prüfungsstress. Als Teil eines dualen Studiums bei der Deutschen Bahn absolvierte er nach der Praxis im Hamburg seit Dezember den theoretischen Part in der 100 000-Einwohner Stadt im Osten Thüringens. Die ersten Klausuren waren gut gelaufen, wie später auch der Professor bestätigte. Für Donnerstag, 3. März, stand die vorletzte Prüfung an. Max erschien nicht zum Test. Er war wie vom Erdboden verschluckt. Anrufe der Eltern beantwortete er nicht. Dann meldete sich die Bahn in Hamburg bei ihnen. Dort hätte er am Montag der folgenden Woche wieder zur praktischen Ausbildung antreten sollen.
Kripo öffnete die Wohnung
Gabi und Michael Weil geben die Hoffnung nicht auf, ihren Sohn Max wohlbehalten wiederzufinden. Verschiedene Zeugen wollen ihn gesehen haben.Gabi und Michael Weil geben die Hoffnung nicht auf, ihren Sohn Max wohlbehalten wiederzufinden. Verschiedene Zeugen wollen ihn gesehen haben.Gabi und Michael Weil geben die Hoffnung nicht auf, ihren Sohn Max wohlbehalten wiederzufinden. Verschiedene Zeugen wollen ihn gesehen haben.Aus Sorge der Eltern wurde Panik. Sie erstatteten beim 17. Polizeirevier in Höchst Vermisstenanzeige. Die Beamten leiteten sie weiter nach Gera. Dort ließ die Kripo die Wohnung von Max in einem zum Teil leerstehenden Plattenbau öffnen. Es sah aus wie immer. Nicht richtig aufgeräumt, aber auch nicht chaotisch. Auffallend war allerdings, dass Scheckkarte, Bahncard, Studentenausweis und Krankenkassenkarte wie drapiert auf dem Küchentisch lagen. "Es sah aus", sagt Gabi Weil, "als wollte Max mal kurz weg und hatte alles rausgelegt, was man nicht dabei haben muss". Komisch aber war, dass auch die Wohnungsschlüssel auf dem Tisch lagen. Max war ohne Schlüssel gegangen.
Die Polizei in Gera befragte Nachbarn und Kommilitonen, suchte mit einem Hubschrauber ein nahe gelegenes Waldstück ab und setzte einen Spürhund ein. Der nahm den Geruch von Max auf. Doch die Spur endete an der Straßenbahnhaltestelle, von der aus der 22-Jährige immer zur Berufsakademie fuhr. Mehrmals fuhren Eltern, zahlreiche Freunde und Bekannte ins 350 Kilometer entfernte Gera und suchten auf eigene Faust. Ergebnislos. Max blieb unauffindbar.
Die Eltern glaubten nach wie vor an ein Verbrechen. Ein Freitod schien ausgeschlossen. "Max hatte so viel Energie in die Bewerbung für den dualen Studiengang gesteckt", betont Mutter Gabi. Die Freunde sagten, er sei lustig, manchmal ein bisschen überkandidelt, aber immer lebensfroh gewesen. Erst später, als die Eltern "Gespräche und Umstände noch einmal Revue passieren ließen, denen wir zuvor keine Bedeutung beigemessen hatten", gab es Ansätze für einen freiwillig gewählten Ausstieg aus dem Alltag.
Bei seinen letzten Besuchen zu Hause, erinnerte sich Gabi Weil, sei ihr Sohn eher bedrückt gewesen; die Freunde erzählten, er habe Telefonate immer seltener abgenommen, zurückgerufen schon gar nicht. Während eines Telefonats mit der Mutter kurz vor dem Verschwinden sagte Max zudem, er habe eigentlich "keine Lust auf Hamburg". Die Polizei in Gera erklärte dieses Verhalten mit Prüfungsstress. "Das war auch für uns eine nachvollziehbare Begründung", sagt Vater Michael. Es war natürlich auch ein Stück Hoffnung, dass der Sohn lebt. Doch Max blieb verschwunden.
Angeblich gesehen worden
Im Mai kam dann der Anruf einer Frau aus Rüsselsheim. Sie hatte in einem Boulevardblatt von Max’ Verschwinden gelesen und war sicher, kurz darauf den Gesuchten im Ostpark von Rüsselsheim gesehen zu haben – unterwegs mit einem Fahrrad, Kinderwagenanhänger und Schlafsack. Ihre Beschreibung stimmte überein: blaue Augen, dunkelblondes gewelltes Haar, Brille, etwa 1,80 Meter groß. Der Unbekannte habe ihr erzählt, er sei 22, Student, wohne bei den Eltern, wolle aber nicht nach Hause, sondern mit dem Rad weiter Richtung Groß-Gerau und Darmstadt und im Wald zelten.
Gabi und Michael Weil ließen 10 000 Flugblätter in Postkartengröße mit Bildern ihres Sohnes und der Überschrift "Vermisst" drucken. Die Eltern, viele Freunde und Bekannte verteilten die Flugblätter an Spaziergänger in den Wäldern, auf dem Wochenmarkt in Groß-Gerau, sie schrieben Forstämter, Wanderklubs, Mountain-Bike-Clubs und Bahnhofsmissionen an. Ein Forstangestellter wies auf einen Fahrradfahrer mit Anhänger hin, den er auf dem Rhein-Höhenweg bei Schlangenbad gesehen hatte, ein Bahnreisender erinnerter sich an einen der Beschreibung entsprechenden jungen Mann im Zug von Wiesbaden nach Koblenz. Ein Markthändler in Groß-Gerau war fest überzeugt, den Jungen auf dem Flugblatt in Rüsselsheim gesehen zu haben
Weil Max einen Hang zur Alternativ-Szene hatte, suchten die Eltern am vergangenen Wochenende beim Open-Air-Festival in Flörsheim. Am Samstag gab es einen Hinweis zu einem Bauwagenlager am Mainufer in Rüsselsheim. Dort war ein Bewohner überzeugt, Max drei Tage zuvor an der Bushaltestelle vor dem Mainzer Hauptbahnhof gesehen zu haben. Eine neue Spur. Also fuhren Max’ Eltern zum Mainzer Hauptbahnhof, der auch als Treffpunkt von Obdachlosen bekannt ist. Sie ließen das Foto ihres Sohnes herumgehen. "Weiter gekommen sind wir aber nicht", sagt Gabi Weil.
Gabi und Michael Weil glauben, dass Max irgendwo in den Wäldern zwischen Rüdesheim, Wiesbaden, Rüsselsheim, Groß-Gerau oder Darmstadt lebt. Die Eltern sowie die Freunde Denise, Alex, Benny, Jan oder Tobi werden weitersuchen. Auf dem Suchplakat, das beim Open-Air in Flörsheim aushing, schreiben die Eltern: "Es könnte sein, dass sich Max in einer persönlichen Krise befindet und dringend behutsame Unterstützung und Hilfe benötigt". Die Eltern hoffen, dass Max nur vorübergehend aus dem Alltag ausgestiegen ist
Dann könnte er auch wieder zurückkommen.
Hinweise bitte an 0172 / 4 69 50 70 oder an jede Polizeidienststelle.
Artikel vom 22. Juli 2011, 22.00 Uhr (letzte Änderung 24. Juli 2011, 04.03 Uhr)
http://www.fnp.de/hk/region/lokales/main-taunus/familie-verzweifelt-wo-ist-max_rmn01.c.9075615.de.html
Maxsuche bei facebook
http://www.facebook.com/deutschlandfindeteuch?v=wall#%21/home.php?sk=group_152582974803056
http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Geraer-BA-Student-ist-spurlos-verschwunden-288355217
Wo ist Max er wird immer noch vermisst!!!24.03.2011
22-jähriger Mann aus Gera vermisst
Wie die Polizei Gera am Montag mitgeteilt hat, wird der 22-jährige Max Weil seit dem 1. März vermisst. Am Tag des Verschwindens wurde er gegen 17 Uhr in der Nähe der Berufsakademie in Gera-Tinz letztmalig gesehen.
Gera. Der Hauptwohnsitz des jungen Mannes ist in Frankfurt am Main. Sein Nebenwohnsitz ist seit Dezember 2010 in Gera-Lusan.
Max Weil ist ca.180 cm groß, hat eine korpulente Gestalt, dunkelblonde lange Haare und trägt ab und an eine Brille mit schwarzem Gestell.
Hintergründe zum Verschwinden sind derzeit nicht bekannt.
Wer kann Hinweise zum Aufenthalt des Vermissten machen?
Sachdienliche Hinweise bitte an die Kriminalpolizeiinspektion Gera Tel.: 0365 8234 404 oder jede andere Polizeidienstsstelle.
http://www.mdr.de/kripo-live/vermisste/8390737.html
http://maxvermisst.123imwww.com/index.html
HOMEPAGE DER ELTERN
http://www.thueringen.de/de/lka/fahndung/vermisste/54677/content.html